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DSL-Technik im Überblick

VDSL, ADSL, ISDN –was macht den Unterschied? Ein kurzer Überblick über die schnellen Datennetze.

Ein normales Modem an einer analogen Telefonleitung schafft eine Datenübertragungsrate von maximal 56 Kilobit pro Sekunde (kBit/s), ein ISDN-Zugang 64 kBit/s oder mit Kanalbündelung 128 kBit/s. Verwendet man eine andere Technologie, lassen sich auch über das Kupferkabel deutlich mehr Bits pro Sekunde transportieren. Das Stichwort heißt DSL.

DSL-Technik nutzt höhere Frequenzbereiche

Die sogenannte „Digital Subscriber Line” nutzt die Tatsache, dass der herkömmliche analoge Telefonverkehr im Kupferkabel nur Frequenzen bis 4 kHz belegt, obwohl dort auch weitaus höhere Frequenzen möglich sind. Durch Aufsplitten der Bandbreite in unterschiedliche Kanäle, z. B. für Sprach- und Dateninformationen, und die Nutzung der höheren Frequenzbereiche, erreichen heutige DSL-Technologien über das Kupferkabel Übertragungsraten von bis zu 52 MBits/s – abhängig von der eingesetzten DSL-Variante.

Die DSL-Varianten

Die verbreitetsten DSL-Varianten sind ADSL und SDSL, wobei A für „asymmetrisch” steht. Asymmetrisch deswegen, weil die Geschwindigkeit des Datenstroms zum ADSL-Nutzer hin deutlich höher ist als in Gegenrichtung – Downloads sind schneller als Uploads. Bei symmetrischen Anschlüssen wie SDSL und HDSL sind Up- und Downstream hingegen gleich schnell. Mit der Weiterentwicklung von ADSL, ADSL2+, lassen sich Übertragungsraten von bis zu 25 MBit/s im Downstream erreichen. VDSL (Very High Bit Rate DSL) arbeitet auf Basis einer gemischten Glasfaser-/Kupferkabeltechnologie. Im Praxiseinsatz sind damit bisher Datendurchsatzraten von 8 bis zu 50 MBit/s realisierbar.